Biographie

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Seine Karriere schien zunächst ganz auf die gloriose Einsamkeit, die „splendid isolation“ des großen Solisten zuzulaufen. Mit 16 Jahren verließ er seine Heimatstadt Wien, um bei Dorothy DeLay an der Juilliard School New York zu studieren. Rasch schlossen sich Auftritte weltweit an: Solokonzerte mit vielen der wichtigsten Dirigenten und Orchester in Europa und den USA.

Musik mit Freunden für Freunde

Doch Christian Altenburger erfuhr mehr und mehr, wieviel ihm die Musik als Medium der Kommunikation bedeutet. Die Freude an der Musik mit anderen zu teilen, Musik mit Freunden für Freunde zu machen: Diese Erfahrung wurde zur Triebfeder seiner weiteren musikalischen Entwicklung. So ist Christian Altenburger heute nicht nur ein international vielgefragter Solist, sondern ein nicht minder geschätzter und bekannter Kammermusiker, Lehrer und Festspielintendant.

Werdegang

Der Musik war er schon von Kind auf nahe. Sein Vater, Geiger der Wiener Philharmoniker, war der erste Lehrer. Während der Schulzeit studierte Altenburger an der Wiener Musikuniversität – und hatte sein Diplom schon in der Tasche, als er auf Empfehlung Zubin Mehtas zum Studium nach New York zog. Dorothy DeLay erwies sich als ideale Lehrerin für ihn. Ihre umfassenden, weit übers Technisch-Instrumentale hinausgehenden Kenntnisse beeindruckten ihn ebenso tief wie ihre Fähigkeit, den Schüler als ganzen Menschen anzunehmen und zu fördern. Diese Erfahrungen haben Christian Altenburger auch in seiner eigenen pädagogischen Arbeit geprägt. Von 1990 bis 2001 unterrichtete er als Professor an der Musikhochschule Hannover; seit 2001 ist er Professor an der Musikuniversität in Wien.
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Musizieren mit großen Orchestern und Dirigenten

Neben Zubin Mehta, seinem ersten Mentor unter den prominenten Dirigenten, verdankt er James Levine nachhaltige künstlerische Anregungen. Mit ihm konzertierte er wiederholt beim Chicago Symphony Orchestra und den Wiener Philharmonikern und erarbeitete gemeinsame Kammermusikprojekte beim Ravinia Festival in den USA. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit entwickelte sich auch mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnányi, Rafael Frühbeck de Burgos, Bernard Haitink, Marek Janowski, Dimitri Kitaenko, Lorin Maazel, Sir Charles Mackerras, Václáv Neumann, Sir Roger Norrington, Sir André Previn, Dennis Russell Davies, Wolfgang Sawallisch, Leonard Slatkin und Franz Welser-Möst. Die Reihe der Orchester, mit denen er aufgetreten ist, umfaßt – neben vielen anderen – die Berliner Philharmoniker, das Concertgebouworchester Amsterdam, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Chamber Orchestra of Europe, das London Symphony Orchestra, die Staatskapelle Dresden, das NHK Tokio, das New York Philharmonic Orchestra, die Wiener Philharmoniker und die Wiener Symphoniker.

Kammermusik

Musikalische Freundschaften stehen hinter seinen Kammermusikprojekten. Silke Avenhaus, Patrick Demenga, Ralf Gothoni, Heinz Holliger, Kim Kashkashian, Michel Lethiec, Arto Noras, Thomas Riebl, Christoph Schiller, Melvyn Tan, Lars Anders Tomter und Lars Vogt – sie alle und andere mehr musizieren als Freunde bei Kammermusikprojekten mit Christian Altenburger. Aus der besonderen Beziehung zur Kammermusik entwickelte sich auch Altenburgers Engagement als Festspielintendant. Mit der künstlerischen Leitung des Kammermusikfestivals Mondseetage, die er gemeinsam mit der Schauspielerin Julia Stemberger von 1999 bis 2005 innehatte, bot sich ihm die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten Programme zu konzipieren und künstlerisch umzusetzen. Seit 2003 ist Christian Altenburger künstlerischer Leiter der Musikfestspiele Schwäbischer Frühling, die mit ihren reizvollen Spielstätten in Oberschwaben ein ideales Ambiente für Kammermusikprogramme bieten. 2006 wurde das Musikfestival Loisiarte ins Leben gerufen und Christian Altenburger eingeladen, das künstlerische Konzept für ein Festival von Musik und Literatur im aufregenden Umfeld der modernen Architektur des Loisiums zu entwerfen. Diese Aufgabe hat er gerne angenommen und ist seit Beginn auch künstlerischer Leiter der Loisiarte.
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Zeitgenossen

Musik unter Freunden: Auch die enge persönliche Beziehung zu zeitgenössischen Komponisten gehört für Christian Altenburger zu den tragenden künstlerischen Erfahrungen. Einen besonderen Stellenwert nahm seine jahrelange Freundschaft mit Gerhard Schedl ein. Wichtige Begegnungen, die durch Ur- und Erstaufführungen, sowie CD-Produktionen dokumentiert sind, entfalteten sich auch mit Komponisten wie Theodor Berger, Bert Breit, Richard Dünser, Gottfried von Einem, Wilhelm Killmayer, Thomas Larcher, Witold Lutoslawski, Werner Pirchner und Kurt Schwertsik.
Neben der zeitgenössischen Musik war und ist es die Musik der Zweiten Wiener Schule, für die sich Altenburger besonders einsetzt. Allerdings: Sein Repertoire kennt kaum Grenzen. Und von Bach bis zur Gegenwart, von der Musik bis zur Literatur spannt sich der Bogen seiner Programme. Für ihn gilt: Die Freude an der Kunst, die Liebe zur Musik sind unteilbar.

Die Biographie wurde verfasst von Dr. Joachim Reiber, Redakteur der Zeitschrift „Musikfreunde“ der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

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